Weichen für die Zukunft gestellt
Jahreshauptversammlung des SVM: Konzept zum Ausbau
„Sportzentrum 2035“.
Mengkofen. Die Jahreshauptversammlung des SV Mengkofen fand kürzlich in der Sportgaststätte „Aurora“ statt und bot den zahlreichen Mitgliedern einen umfassenden Rückblick auf das vergangene Vereinsjahr sowie einen Ausblick auf zukünftige Projekte. Die beiden Vorsitzenden Lothar Köglmeier und Michael Schmerbeck begrüßten die Anwesenden und stellten den Ablauf der Versammlung vor. Unter den Gästen befand sich auch Bürgermeister Thomas Hieninger, der später als Wahlleiter fungierte.
Zu Beginn wurde in einer Gedenkminute der verstorbenen Mitglieder gedacht. Anschließend präsentierte Michael Schmerbeck die aktuellen Mitgliederzahlen: Der SV Mengkofen zählt derzeit 866 Mitglieder, darunter beeindruckende 370 Kinder und Jugendliche, was einem Anteil von rund 42 Prozent entspricht. „Das zeigt, wie stark unser Verein im Nachwuchsbereich aufgestellt ist“, betonte Schmerbeck, der im Anschluss kurz den Ablauf der Geburtstagsgratulationen vorstellte: Nadine Köglmeier übernimmt den Versand der Geburtstagsbriefe, während Rudi Köppl und Karl Sattler die persönlichen Besuche durchführen.
Berichte aus den Abteilungen
Die Saison 2024/2025 endete für die Fußball-Senioren mit Platz elf (sieben Siege und sieben Unentschieden bei zwölf Niederlagen) und dem Abstieg in die Kreisklasse nach dem Relegationsspiel. Das Trainergespann Timo und Werner Grill wurde verabschiedet, neu übernahmen daraufhin Rainer Ecker, Co-Spielertrainer Kenan Große und Torwarttrainer Andreas Sachse. Ein Highlight war das Trainingslager am Gardasee. Neben sportlichen Themen wurde das Engagement bei Veranstaltungen wie dem Weinfest, der Christbaumversteigerung und dem Volksfestauszug hervorgehoben. Für die Zukunft sollen Jugendspieler verstärkt an den Seniorenbereich herangeführt werden.
Ein großer Dank wurde allen Jugendtrainern ausgesprochen, die zehn Mannschaften betreuen, sowie an die neuen Jugendleiter Klaus Ecker, Vinzenz Weinzierl und Michael Koch. Neben Arbeitseinsätzen und Ferienprogrammen wurde das Konzept „SVM Jugend“ vorgestellt. Ein besonderes Highlight ist der geplante Funinio-Cup am 20. Juni im Champions-League-Modus mit 64 Teams.
Johannes Buchner berichtete von der Tennis-Abteilung. „Sportlich und finanziell läuft es hervorragend, die Plätze sind in Top-Zustand, dank intensiver Pflege in den letzten Jahren“, wie er in seinen Ausführungen betonte. Die Mitgliederzahl liegt bei rund 300, viele neue Mitglieder kamen durch die Tennisschule von Johannes Streifeneder hinzu. Allerdings stoßen die Kapazitäten mit nur vier Plätzen an ihre Grenzen. Für die Zukunft ist eine neue Tennishalle geplant.
Zukunftskonzept und Digitalisierung
Neue Auswechselbänke im Klausen-Stadion wurden im Februar 2025 aufgestellt. Dies wurde von der Firma Will Stahlbau komplett im Rahmen eines Sponsorings übernommen. Auch der Bau des neuen Schuppens im Stadion ist bereits abgeschlossen. Zur energetischen Sanierung des Untergeschosses im Sportheim durch die Gemeinde ist bereits in Planung. Außerdem würde der Sportverein gerne sowohl eine Tischtennis- als auch eine Dart-Abteilung gründen. Hier müssten sich jedoch noch jeweilige Abteilungsleiter finden, da nicht alles vom Hauptverein übernommen werden kann. Die Spielgeräte würden vom Verein übernommen werden.
Das zentrale Thema war aber die Vorstellung eines Konzeptes zum Ausbau eines Sportzentrums bis 2035 mit Projekten wie Neubau einer Tennishalle (Baubeginn September 2025, Kosten ca. 305.000 Euro), Neubau einer Cageball- und Padel-Tennis-Halle, Errichtung eines Kleinfeld-Kunstrasenplatzes und Multifunktionsfeldes sowie die Verlegung des Beachvolleyballplatzes samt Errichtung eines Spielplatzes im Stadionbereich. Die Finanzierung zum Neubau der weiteren Tennishalle mit einer geplanten Laufzeit von knapp acht Jahren wurde vorgestellt und von den Mitgliedern einstimmig beschlossen. Sollte der BLSV-Zuschuss nicht gewährt werden, erfolgt eine erneute Abstimmung.
Auch die Digitalisierung schreitet voran: Die Cloud ist seit fünf Jahren in Betrieb, Mitgliedsanträge werden digital bearbeitet, und Buchungen für Tennisplätze und Kegelbahn laufen über eBusy. Zudem wurden zwei Mähroboter und ein Markierungsroboter angeschafft, die am „Super Samstag“ feierlich gesegnet wurden. Die Investition für den Sportverein für den Geräteschuppen und den Markierungsroboter beliefen sich auf etwa 45.000 Euro, wobei sich die Gemeinde mit 25.000 Euro an den Kosten beteiligte. Mit einem ehrenamtlichen Platzwartteam des SVM können künftig die gemeindlichen Kosten von über 3.500 Euro eingespart werden
Finanzen und Beitragserhöhung
Die Kassiere Carla Simao, Dolores Walter und Robert Hufenreuter legten den Kassenbericht vor. Die Entlastung der Vorstandschaft erfolgte einstimmig. Ein besonders wichtiger Punkt war die Anpassung der Mitgliedsbeiträge für Jugendliche. Hintergrund ist die Erhöhung der Ehrenamtspauschale von 840 Euro auf 960 Euro. Bei aktuell 25 Jugendtrainern, die diese Pauschale beanspruchen, entstehen Ausgaben von rund 24.000 Euro. Dem gegenüber steht der bisherige Beitragseinzug von 23.910 Euro bei einem Jugendbeitrag von 16 Euro. Um die gesetzliche Vorgabe einzuhalten, dass die Ehrenamtspauschale nicht höher sein darf als die Einnahmen aus Mitgliedsbeiträgen, wurde eine Erhöhung des Beitrags für die Altersgruppe 0 bis 17 Jahre von 16 Euro auf 25 Euro beschlossen. Damit steigt der erwartete Beitragseinzug auf etwa 25.500 Euro, was eine rechtssichere Grundlage schafft und dem Verein finanziellen Spielraum gibt. Die Abstimmung erfolgte einstimmig per Handzeichen.
Bei der Wahl des zusätzlichen Kassiers fungierte Bürgermeister Thomas Hieninger als Wahlleiter. Elisabeth Schmerbeck wurde einstimmig zur zusätzlichen Kassierin gewählt, die sich vor allem um das Sponsoring und die Spendenquittungen in der Fußball-Abteilung kümmern und so Kassenverwalterin Maria Zollner unterstützen wird. Zum Abschluss dankten die Vorsitzenden Lothar Köglmeier und Michael Schmerbeck allen Mitgliedern, Helfern und Sponsoren für ihr Engagement. „Der SV Mengkofen ist mehr als ein Sportverein – er ist eine starke Gemeinschaft. Mit den geplanten Projekten und dem großen Einsatz aller Beteiligten blicken wir optimistisch in die Zukunft“, so Köglmeier.
